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Superman 7

„Etwas in der Phantom-Zone verändert das interdimensionale Gefängnis und ermöglicht den gefährlichen Schurken und Verbrechern, ihre physische Form anzunehmen. Somit können sie fliehen und in die Welt außerhalb gelangen! Jetzt liegt es an Superman und seinem alten Verbündeten Mon-El, das Unheil zu verhindern.“ – Panini Comics

Mit Band 7 setzt der aktuelle Superman Run die Geschichte nahtlos fort und bleibt dabei auf dem hohen Niveau, das Mark Waid zuletzt etabliert hat. Die Handlung knüpft direkt an die Ereignisse auf Krypton an und spielt weiter mit den Konsequenzen der Zeitreise und der geöffneten Phantom Zone. Superman steckt damit weiterhin in einer Situation fest, in der er gleichzeitig retten, reparieren und verhindern muss ohne genau zu wissen, ob seine Eingriffe alles nicht noch schlimmer machen.

In diesem Band steht besonders Supermans Rolle als Beobachter seiner eigenen Vergangenheit im Fokus. Er begegnet Figuren, die für ihn emotional von enormer Bedeutung sind, die ihn selbst aber nicht kennen oder völlig anders wahrnehmen. Genau daraus zieht die Geschichte ihre stärksten Momente. Es geht weniger um große Schockeffekte, sondern um Missverständnisse, Verantwortung und die Frage, ob man das Richtige tut, selbst wenn man überzeugt ist, im Recht zu sein.

Die Phantom Zone bleibt dabei ein zentrales Element. Die verstreuten Gefangenen sorgen zwar für Action und Abwechslung, fühlen sich stellenweise aber etwas repetitiv an. Man merkt, dass diese Struktur vor allem dazu dient, das größere Thema weiterzutragen. Das funktioniert überwiegend gut, kann sich gegen Ende aber leicht abnutzen, weil das Grundmuster immer wieder ähnlich abläuft. Trotzdem gibt es genug Variationen und emotionale Akzente, um das Interesse hochzuhalten.

Besonders gelungen ist erneut der Umgang mit Nebenfiguren wie Mon El. Die Begegnung ist nicht nur ein klassisches Wiedersehen, sondern emotional aufgeladen und missverständlich auf eine sehr menschliche Art. Hier zeigt sich Waids Stärke im Schreiben von Beziehungen. Superman ist hier nicht der allwissende Held, sondern jemand, der trotz aller Macht scheitert, weil Gefühle und Perspektiven nicht kontrollierbar sind.

Zeichnerisch bleibt der Band solide bis gut. Clayton Henry und Michael Shelfer liefern saubere Arbeit ab, mit einigen sehr starken Panels, vor allem in ruhigeren Momenten und auf Krypton. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Seiten, die eher funktional wirken. Nichts ist wirklich schlecht, aber nicht jede Szene bleibt visuell im Gedächtnis. Das ist kein Beinbruch, da die Geschichte klar im Vordergrund steht.

Insgesamt ist Superman 7 ein starker, wenn auch minimal schwächerer Band als sein direkter Vorgänger. Die Ideen sind gut, die emotionale Ebene funktioniert, nur das wiederholte Zurückführen der Phantom Zone Gefangenen verliert etwas an Reiz. Das ist Kritik auf hohem Niveau, denn der Band liest sich durchgehend flüssig und bleibt spannend.

Fazit:
Superman 7 setzt den aktuellen Run konsequent fort und vertieft die Themen Herkunft, Verantwortung und Identität. Nicht jeder Abschnitt zündet gleich stark, aber als Gesamtpaket überzeugt der Band klar. Wer Band 6 mochte, wird auch hier viel Spaß haben. Für mich weiterhin einer der besseren Superman Runs der letzten Jahre.

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philippstier

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philippstier

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