Uatu, der Beobachter, hatte geschworen, sich nie in die Angelegenheiten der Erde einzumischen. Doch dann sah er sich gezwungen, seinen Eid zu brechen. Galactus ist älter als das Universum selbst. Und er ernährte sich von Planeten. Wie sollte es den Fantastic Four gelingen, diese Urgewalt zu bezwingen? Jahre später verkündet ein Erzengel den jüngsten Tag, bevor sich am Ende Marvels Helden sammeln, um die Welt zu retten.“ – Panini Comics

Marvel Must Have Fantastic Four Galactus ist ein Stück reiner Comicgeschichte und zeigt, warum die Fantastic Four ihren Platz als Ursprung des kosmischen Marvel Universums bis heute behaupten. Diese Geschichten markieren den Moment, in dem Marvel endgültig größer dachte als nur Straßenschlachten und Superschurken mit verrückten Plänen. Hier geht es um Existenz, Verantwortung und die Frage, was passiert, wenn etwas Unaufhaltsames auf etwas Zerbrechliches trifft.

Im Zentrum steht der erste große Auftritt von Galactus, einer Figur, die weniger klassischer Bösewicht als vielmehr Naturgewalt ist. Galactus zerstört nicht aus Hass oder Machtgier, sondern weil es seine Existenz erfordert. Genau diese Idee verleiht der Geschichte ihre moralische Schwere. Wie kämpft man gegen etwas, das nicht böse ist und dennoch alles vernichtet.

Dass Uatu der Beobachter seinen Schwur der Nichteinmischung bricht, macht sofort klar, wie ernst die Lage ist. Wenn selbst ein kosmisches Wesen eingreift, steht mehr auf dem Spiel als nur ein weiterer Kampf. Diese Entscheidung gibt der Geschichte eine fast mythologische Dimension und hebt sie weit über viele andere Superheldencomics ihrer Zeit hinaus.

Ein emotionales Gegengewicht zur kosmischen Bedrohung bildet der Silver Surfer. Seine Begegnungen mit der Menschheit und besonders mit Alicia Masters gehören zu den stärksten Momenten des Bandes. Sein innerer Konflikt und sein Erwachen zu Mitgefühl machen ihn zu einer tragischen Figur, die bis heute zu den faszinierendsten im Marvel Kosmos zählt.

Die ursprünglichen Geschichten von Stan Lee und Jack Kirby sprühen vor Ideen, Pathos und einem beinahe grenzenlosen Größenwahn. Kirbys Bildsprache mit ihren gewaltigen Formen und kosmischen Energien wirkt selbst heute noch beeindruckend. Spätere Beiträge von John Byrne fügen sich erstaunlich nahtlos ein und zeigen, wie zeitlos dieses Fundament ist.

Trotz aller kosmischen Größe bleibt das Herz der Geschichte bei der Familie. Reed, Sue, Johnny und Ben stehen einem Gegner gegenüber, den sie eigentlich nicht besiegen können und geben dennoch nicht auf. Genau dieser Kontrast zwischen menschlicher Verletzlichkeit und unendlicher Bedrohung macht den Band so stark.

Marvel Must Have Fantastic Four Galactus ist kein schneller Actioncomic, sondern ein Meilenstein, der erklärt, warum Marvels kosmische Seite bis heute funktioniert. Wer verstehen will, woher Figuren wie Galactus und der Silver Surfer ihren legendären Status haben, kommt an diesem Band nicht vorbei. Ein echter Klassiker, der auch Jahrzehnte später nichts von seiner Wirkung verloren hat.

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